Geschichte der RWG e. G.


Die Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft (AWG) der Rathenower Optischen Werke (ROW) wurde im Jahr 1954 gegründet, um die herrschende Wohnungsnot in den Nachkriegsjahren zu lindern und die Abwanderung von Fachleuten der Rathenower Optischen Werke zu stoppen.


Aus der Wohnungsbaugenossenschaft der Rathenower Optischen Werke entstand im Jahr 1962 die Arbeiter-Wohnungsbau-Genossenschaft „Havelland", welche 1990 infolge der Wiedervereinigung in Rathenower Wohnungsbaugenossenschaft (RWG e. G.) umbenannt wurde.


Schon 1954 erfolgte bereits die Grundsteinlegung für die ersten Wohn­häuser der Genossenschaft und 1 Jahr später wurden die ersten Miet­verträge abgeschlossen.
Zunächst konnten mit Hilfe von Aufbaustunden der neuen Mitglieder die Wohnhäuser Große Hagenstr. 19, 19 a errichtet werden.


In den Folgejahren war die AWG aus dem Baugeschehen der Stadt nicht mehr wegzudenken. So entstanden noch in den 50'er Jahren Wohnbauten in der Jahn- und Fraunhoferstraße sowie im Stadtzentrum in der Forst­straße, Brandenburger und Bergstraße sowie am Friedrich-Ebert-Ring.


Die Wohnungsproblematik war weiterhin eines der wichtigsten Themen, sodass die Neuerrichtung von Wohnbauten das Stadtbild Rathenows veränderte.
Anfang 1960 fiel der Startschuss für den Neubau von 15 Geschossbauten mit 436 Wohnungen auf der Altstadtinsel. In der Großen Milower Straße kamen 1962 weitere 4 Häuser mit 112 Wohnungen hinzu. Außerdem konnten im Stadtgebiet verschiedene Grundstücke mit Wohnhäusern bebaut werden.


Trotzdem entwickelte sich die Nachfrage nach modernem Wohnraum sprunghaft. Die DDR-Wohnungsbauprogramme verhalfen der AWG in den Jahren nach 1970 zu einem wahren Bauboom, der zur Folge hatte, dass bis 1988 in der Innenstadt am Bahnhof, und in Rathenow Ost 32 Wohn­häuser in Plattenbauweise errichtet wurden.


Mit der Wende und dem wirtschaftlichen Umschwung nach 1989 kam es zunächst darauf an, die Wohnungen zu modernisieren.
Ab 1991 starteten dann umfangreiche Maßnahmen zur Sanierung des Wohnungsbestandes. Viele Wohnhäuser waren noch durch Kachelöfen beheizt und hatten nur eine schlechte Wärmedämmung. Das galt es
zu verändern.


In den Jahren von 1995 bis Anfang 2000 stieg der Leerstand – durch die negative demografische Entwicklung, den Wegzug junger Menschen sowie den Neubau von Wohneigentum – erheblich an.
Die Genossenschaft hatte auf dieser Basis mit neuen Problemen zu kämpfen, die erst mit Abschluss des Stadtumbauprogrammes 2003 in Rathenow einer Lösung zugeführt wurden. So mussten bis 2009 ein Drittel des Bestandes, 832 Wohnungen, zurückgebaut werden.


Gleichzeitig konnten aber in dieser kurzen Zeit 552 Wohnungen nach­haltig saniert werden, unter anderem mit neuen großen Balkonen und 240 Wohnungen davon sogar mit Aufzug.
Im Jahre 2006 konnte die Genos­senschaft dann Grundstücke Am Stadtkanal, in sehr guter Lage, er­werben und 2007 mit 24 hochwertigen Wohnungen bebauen.


Insgesamt flossen zwischen 2003 und 2008 über 20 Millionen Euro in die Aufwertung des Bestandes. Trotzdem sind die Mietpreise und Betriebs­kosten in einem moderaten Niveau verblieben.


Durch die Gesamtheit der Maßnahmen konnte der Leerstand auf ein sehr geringes Niveau gesenkt werden.


Seit 1992 ist die RWG e. G. Mitglied des Verbandes Berlin - Brandenbur­gischer Wohnungsunternehmen  e. V. und damit auch Mitglied des Prüf­verbandes für Wohnungsgenossenschaften. Wie andere Wohnungsgenos­senschaften wird die RWG e. G. jährlich einer aufwendi­gen unabhängigen Wirtschaftsprüfung unterzogen. Die Ergeb­nisse sind einsehbar.


2009 wurde der RWG e. G. durch die Deutsche Bundesbank die Noten­bankfähigkeit testiert. Damit ist die wirtschaftliche Stabilität des Unterneh­mens amtlich.


Die Rathenower Wohnungsbaugenossenschaft e. G. ist zu 100 % Eigen­tümer der Rathenower Wohnservice GmbH (RWS).


Am 03.12.2008 haben Mitglieder der Genossenschaft den Verein „RWG bewegt e. V." gegründet. Der Verein ist gemeinnützig tätig und för­dert durch zahlreiche Aktivitäten in den Bereichen Bildung, Kunst, Kultur, Sport und Gesundheit das Zusammenleben der unterschiedlichen Gene­rationen und die Gemeinschaft innerhalb der Genossenschaft.