„RWG bewegt e.V.“

… auf den Spuren der Flieger und Kolonisten im Havelland

Kolonisten Hof Großderschau - wie früher die Butter hergestellt wurde
Kolonisten Hof Großderschau - Empfang von Frau Peiker in Tracht
Lilienthal-Centrum in Stölln

Am 22.04.2026 begaben sich 19 Mitglieder auf die Spuren der Flieger und der Kolonialisierung im Havelland.

Los ging es 10.00 Uhr in Rathenow bei Bilderbuchwetter. Unsere Busfahrerin Susan Genz vom Reiseveranstalter Bauz aus Schollene brachte uns zuerst nach Stölln.

Hier besuchten wir das Lilienthal-Centrum. Dort sahen einen Film über das Schaffen von Otto Lilienthal und die Entwicklung der Luftfahrt. Anschließend wurden wir durch die Ausstellung geführt und erfuhren viel über die Verwirklichung des alten Traumes der Menschheit „Fliegen zu können, wie ein Vogel“. Vor dem Lilienthal-Centrum konnten wir dann auch ein lebendes Lilienthalsches Forschungsobjekt beobachten. In dem Horst, vor dem Gebäude, saß ein Storchenpaar und empfing uns mit klapperndem Schnabel.

Weiter ging unsere Fahrt zur „Lady Agnes“, benannt nach der Ehefrau Otto Lilienthals. Der Flugkapitän Heinz-Dieter Kallenbach landete die Iljuschin Il-62 am 23. Oktober 1989 unter abenteuerlichen Umständen auf dem Gollenberg. Im Flugzeug sahen wir den Film über die spektakuläre Landung und besuchten die neue und bisher einzige Dauerausstellung zur Geschichte der DDR Fluggesellschaft „Unterwegs mit der Interflug“.

Jetzt meldete sich bei dem einen oder anderen schon der Hunger. Im Hanger neben dem Flugzeug hatten wir einen Imbiss bestellt. Nach dem Mittagessen besuchten einige Mitglieder noch die große Skulptur Lilienthals und die Windharfe auf der Spitze des Berges sowie den Gedenkstein an der Absturzstelle.

Gegen 14.00 Uhr erreichten wir dann den Kolonisten Hof Großderschau, die 2. Station auf unserem Ausflug. Hier wurden wir schon von Frau Peiker in Tracht erwartet.

Als erstes zeigte man uns wie früher die Butter hergestellt wurde. Nachdem das Kräfte zehrende Butterstampfen im Butterfass beendet war, bekamen wir eine Kostprobe von der frischen Butter aufs Brot und auch die dabei entstandene Buttermilch konnte verkostet werden. Dann begaben wir uns auf einen Rundgang über das Freigelände. Hier konnten wir dörfliches Leben der Kolonisten Zeit erspüren. Ziehbrunnen, Göpelwerk und Schneckenschöpfwerk sowie historische bäuerliche Maschinen und Geräte lassen die schwere körperliche Arbeit dieser Zeit erahnen. Beim Besuch der Kolonisten Kirche erfuhren wir noch mehr Interessantes aus der damaligen Zeit.

Zum Abschluss gab es dann noch ein Kaffeetrinken mit selbst gebackenen Kuchen. Musikalisch wurde dieses von einem Jungen Mann auf der Trompete begleitet.

Gegen 17.00 Uhr traten wir mit vielen neuen Eindrücken die Rückfahrt an.

R. Bené
Vereinsorganisatorin

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